Natürlich Natur
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D3 und K2

Vitamin D3

Vitamin D3 ist die Form von Vitamin D, die unser Körper benötigt und mithilfe der Sonne auch selbst herstellen kann. Vitamin D hat eine Schlüsselfunktion für die Gesundheit. Es ist an Tausenden von Regulierungsvorgängen in den menschlichen Körperzellen beteiligt. Folglich erhöht ein Vitamin-D-Mangel das Krankheitsrisiko ganz erheblich - vor allem im Winter, wenn die Sonne in den nördlichen Regionen der Erde viel zu tief steht, um für die erforderliche UV-Strahlung zu sorgen. Genau auf diese UV-Strahlung aber ist der Körper angewiesen, denn Vitamin D wird zu rund 90 Prozent in der Haut gebildet – jedoch nur unter dem Einfluss der Sonne, bei einem bestimmten Winkel zur Mittagszeit .

Gerade dann, wenn wir uns aus ihr zurückziehen wie man es einem in den Medien beibringt.

 

Vitamin D3 ein Superhormon

Fast alles Leben auf dieser Erde ,sei es Pflanze, Mensch oder Tier braucht das Licht der Sonne, um zu leben und zu wachsen. Auch bei uns Menschen zeigt sich dies ganz konkret in Form des Sonnenvitamins Vitamin D, das sich immer mehr als eine unserer wichtigsten Gesundheitsquellen herausstellt.

Vitamin D3 ist das einzige Vitamin, welches unser Körper selbst bilden kann, alles was es dazu braucht, ist direkte Sonneneinstrahlung auf die Haut (auch wenn man uns erzählen mag, das man sich von der Sonne fernhalten und sich mit LSF 50 plus eincremen soll) . Im Gegensatz zu allen anderen Vitaminen, wird Vitamin D3 also nur zu einem winzigen Teil aus der Nahrung aufgenommen , der Großteil wird mit Hilfe der Sonne in der Haut gebildet.

Aus diesem Grund wird Vitamin D heute auch als eine Art „Superhormon“ angesehen. Tatsächlich wird es auch genau wie die Steroidhormone (Östrogen, Testosteron, Gestagen, Aldosteron und Cortisol) aus Cholesterin gebildet.

 

Vitamin D3 im Körper

Vitamin D3 wird durch Sonneneinstrahlung direkt in der Haut gebildet ,ist aber nur eine Vorstufe zur der bioaktiven Hormon-Form von Vitamin D, die unser Körper letztlich braucht: dem 1,25-Dihydroxy-Vitamin D (Calcitriol).

Auf dem Weg dorthin durchläuft das Vitamin D3 verschiedene chemische Umwandlungen, die durch komplexe Regelsysteme reguliert werden. Vitamin D3 ist also zwar nur der Ausgangsstoff, dennoch aber die Quelle unserer Vitamin-D-Versorgung. Bei der körpereigenen Synthese von Vitamin D, durchläuft das Vitamin D3 also mehrere Stufen, wobei ganz verschiedene körperliche Systeme beteiligt sind.

 

Schritt 1: Vitamin-D-Vorstufe Cholesterin

In der Leber wird das Cholesterin aus dem Blut in eine Vitamin-D-Vorstufe umgewandelt und durch Lipoproteine in die Haut transportiert.

Schritt 2: Provitamin D3

Scheint die Sonne auf die Haut, wird durch die Ultravioletten UV-B-Strahlen die Vorstufe aus der Leber gespalten und das Provitamin D3 entsteht.

Schritt 3: Vitamin D3 (Cholecalciferol)

Mit Hilfe der Körpertemperatur wird das Provitamin D3 in Vitamin D3 (Cholecalciferol) umgewandelt. Je stärker sich die Haut durch die Sonne erwärmt, desto mehr Vitamin D3 wird gebildet. Jedoch nur bis zu einer bestimmten Grenze: Wird es zu warm, wird das Provitamin in inaktive Abbauprodukte umgewandelt, so dass eine Überdosis Vitamin D durch die Sonne unmöglich ist.

Schritt 4: 25-OH-Vitamin D3 (Calcidiol)

Das Vitamin D3 wird nun durch das Blut wieder in die Leber transportiert, wo es erneut umgewandelt werden muss. Die hier entstehende Form heißt Calcidiol, 25-OH-Vitamin D3 oder auch 25-Hydroxy-Vitamin D3. 25-OH-Vitamin D3 ist die Form, die im Blut zirkuliert und auch die Form die bei Bluttests gemessen wird.

Schritt 5: 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3 (Calcitriol)

Das 25-OH-Vitamin D3 wird über das Blut zu den einzelnen Körperzellen transportiert, wo schließlich die eigentlich aktive Form entsteht, das Calcitriol oder 1,25-OH-Vitamin D. Dieses Vitamin-D-Hormon dockt an die speziellen Rezeptoren an und steuert so den Zellstoffwechsel.

 

Vitamin-D-Mangel ist Vitamin-D3-Mangel

Ein Vitamin D Mangel ist chemisch betrachtet ein Vitamin-D3-Mangel – denn dies ist die Form, die unser Körper für alle weiteren Umwandlungsschritte benötigt. Vitamin D3 steuert über die Calciumaufnahme die Gesundheit unserer Knochen, nimmt aber auch in anderen Bereichen eine zentrale Rolle ein. Jede Körperzelle verfügt über einen speziellen Rezeptor, an den das Vitamin andocken kann und so über 2000 Gene steuert. Auf diese Weise hat Vitamin einen erheblichen Einfluss auf die Funktion jeder Zelle und auch unseres Immunsystems.

Um so erschreckender ist die Erkenntnis zahlreicher aktueller Studien, dass nördlich des 37 Breitengrades 70-90 Prozent der Menschen unter einem Vitamin-D-Mangel leiden. (2) Einen so hohen Mangel gibt es bei keinem anderen Vitamin. Die Folgen sind schwerwiegend. Aktuelle Studien gehen davon aus, dass eine bessere Vitamin-D-Versorgung allein in Deutschland jedes Jahr 18.000 Leben retten könnte. (3)

Vitamin-D-Mangel ist damit eine der großen Epidemien unserer Zeit, rückt jedoch nur sehr langsam in das Bewusstsein der Bevölkerung.

 

Bei mehr als der Hälfte der über 4.000 untersuchten Personen aller Altersstufen wurde ein teilweise erhebliches Defizit an Vitamin D festgestellt: Der Vitamin D Spiegel im Blut von 57 Prozent der untersuchten Männer und 58 Prozent der Frauen lag unterhalb des kritischen Grenzwertes.

Bei den über 65-jährigen Frauen waren 75 Prozent unterversorgt. In den Wintermonaten waren die festgestellten Defizite noch höher.

Ähnliche Ergebnisse brachten Vitamin D Studien in den USA. Vitamin D-Mangel wurde festgestellt bei

  • 40 Prozent der Gesamtbevölkerung
  • 32 Prozent der Ärzte und Medizinstudenten
  • 42 Prozent der afroamerikanischen Frauen
  • 48 Prozent der Mädchen im Alter zwischen 9 und 11 Jahren
  • 76 Prozent aller schwangeren Frauen
  • 81 Prozent der Neugeborenen dieser Frauen
  • bis zu 60 Prozent aller Krankenhauspatienten
  • bis zu 80 Prozent aller Patienten in Altenheimen

All diese hohen Betroffenen-Zahlen sind umso schlimmer, wenn man sich die lange Liste mit Krankheiten ansieht, die von einem Vitamin-D-Mangel ausgelöst oder verstärkt werden können.

Dazu gehören auch Übergewicht, chronische Entzündungen, Diabetes, Herz-Kreislauf- und Autoimmunerkrankungen sowie neurologische Problematiken wie z. B. Depressionen oder Demenz.

 

 

 

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