Natürlich Natur
Natürlich Natur

Die Arnika wird auch Bergwohlverleih genannt. Wohl weil sie vorwiegend in den Bergen wächst. Im Hochschwarzwald und den Vogesen gibt es einige Stellen, in denen sie reichlich vorkommt und die Wiesen leuchtend gelborange überzieht.

Arnika zählt zu den bewährten Hausmitteln und gehört in jede Hausapotheke.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Arnika wundheilend, desinfizierend und entzündungshemmend wirkt. Sie hilft, Gewebe zu regenerieren und eignet sich zur Behandlung aller Verletzungen, die durch Stoß, Fall, Stich und Schnitt entstanden sind.

Es werden zahlreiche Mittel mit Arnika angeboten: vom Wundschutztuch über Salben bis hin zur Arnikatinktur sowie Arnika in homöopathischer Form.
In der Homöopathie ist Arnika das Basismittel bei jeder Art von Verletzung, auch bei Verletzungsschock. Diese Präparate werden aus der Wurzel gewonnen. Arnika wird in der Chirurgie zur Operationsvorbereitung verwendet, um starkem Blutfluss und Embolien vorzubeugen. Sie wird in der zahnärztlichen Praxis vor Zahnextraktionen und Kieferoperationen zur Verminderung von Nachblutungen und Schmerzen eingesetzt. Die Wahl der Potenz hängt u.a. von der Schwere der Verletzung ab.

Die Arnika ist eine starke Pflanze, die hauptsächlich äußerlich als Tinktur eingesetzt wird.

 

 

Achtung! Arnika ist so scharf, dass sie in vielen Fällen am besten verdünnt angewendet wird. Manche Menschen reagieren auch allergisch auf Arnika. Für die, die sie vertragen ist sie jedoch ein starkwirkendes Mittel bei Verletzungen aller Art.

 

Steckbrief

 

Eigenschaften

antibakteriell,
blutreinigend,
entzündungshemmend,
harntreibend,
hautreizend,
krampflösend,
schmerzstillend,
schweißtreibend,

 

Atmungsorgane

Aphten,
Mundschleimhautentzündung,
Zahnfleischentzündungen,
Rachenentzündung,
Mandelentzündung,
Heiserkeit,
Bronchitis,
Husten,
Fieber,
Erkältung,
Grippe

 

Verdauungsorgane

Magenkrämpfe,
Durchfall,
Seekrankheit

 

Stoffwechsel

Gelenkschmerzen,
Rheuma, Gicht

 

 

Herz/Kreislauf

Herzbeschwerden,
Herzschwäche,
Kreislauf stärkend

 

Äußerlich

Blutergüsse,
Ekzeme,
Entzündungen durch Insektenbisse,
Furunkel,
Gelenkentzündungen,
Hautentzündungen,
Hämatome,
Krampfadern,
Muskelkater,
Neuralgien,
Prellungen,
Quetschungen,
Schwellung bei Knochenbrüchen,
Thrombose,
Venenentzündung,
Venenschwäche,
Verstauchungen,
schlecht heilende Wunden,
Zerrungen


wissenschaftlicher Name:Arnica montana L

Pflanzenfamilie:Korbblütler = Asteraceae

volkstümliche Namen: Bergdotterblume, Bergwegebreit, Bergwohlverleih, Berg-Wohlverleih, Bergwurzelblumen, Bergwurz, Blutblumen, Bluttrieb, Christwurz, Donnerblume, Engelblume, Engelblumen, Engelkraut, Färberblume, Fallkraut, Fallkrautblumen, Gamsblumen, Gemswurz, Johannisblume, Kraftrose, Kraftwurz, Kraftwurzel, Leopardenwürger, Mitterwurz, Mönchskappe, Stichkraut, Stichwurzel, St-Luzianskraut, Verfangkraut, Wohlverleih, Wohlverleihblüten, Wolferley, Wolffelei, Wolfsblume, Wolfsbann, Wolfsdistel, Wundkraut

Verwendete Pflanzenteile:Blüten (Arnicae flos), selten Wurzel oder Kraut.

Inhaltsstoffe:ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavone, Procyanidine, Helenalin, Arnicin, Beta-Sitosterol, Kampfer, Flavonoide, Inulin

Nebenwirkungen:Bei äußerer Anwendung: Allergische Hautreaktionen, Ekzeme, Blasen, Juckreiz, Nekrose (Absterben von Hautzellen)
Bei innerer Anwendung: innere Blutungen, Durchfall, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufzusammenbruch, Schwindel, Zittern

Gegenanzeigen:Nicht bei: Arnika-Allergie, Korbblüter-Allergie, frische offene Wunden.
Innerlich nicht bei: Kleinkinder, Schwangerschaft, Stillende

Sammelzeit: Juli / August (teilweise geschützt)

Rühlemanns

Rühlemanns Kräuter und Duftpflanzen