Natürlich Natur
Natürlich Natur

Echinacea Sonnenhut (Erkältungskrankheiten, Abszesse, Bronchitis usw...)

Heilwirkung:

 

Erkältungskrankheiten,

Grippale Infekte,

Vorbeugung gegen Infektionen,

Husten,

Bronchitis,

Abszesse,

Unterschenkelgeschwüre,

Leichte Verbrennungen,

Schlecht heilende Wunden

 

wissenschaftlicher Name: Echinacea purpurea,Echinacea angustifolia,Echinacea pallida

 

Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae

 

englischer Name: Echinacea

 

Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock, Kraut

 

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Echinacosid, Harzstoffe, Betain, Laevulose, Glukose, Inulin, Pentosan, Vitamin C, Fermente

 

Sammelzeit: Kraut: Juli,Wurzel: März-April, Oktober

 

Herkunft: Nordamerika

 

Anbau: Mittlere Breiten

 

Standort: Trockener Sandboden

 

Wie sieht Sonnenhut aus und wo kommt die Heilpflanze vor?

 

Drei Sonnenhutarten, die in Nordamerika heimisch sind, werden derzeit als Heilkraut genutzt: der schmalblättrige Sonnenhut (Echinacea angustifolia), der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) sowie der blasse Sonnenhut (Echinacea pallida). Der Schmalblättrige wird bis zu 50 Zentimeter hoch und ist borstig behaart. Die Pflanze besitzt einen aufrechten Stängel und trägt lanzettliche, ganzrandige Blätter. Die Blütenköpfe bestehen aus einem kegelförmigen Blütenboden, der mit Schuppen und röhrenförmigen Scheibenblüten besetzt ist. Die Randblüten sehen linealisch und blass-purpurn aus.

Der Purpur-Sonnenhut (E. purpurea) wächst höher: Er erreicht eine Höhe von 80 Zentimetern und hat eiförmige, am Rand gezähnte Blätter. Der blasse Sonnenhut (E. pallida) unterscheidet sich von den anderen beiden Arten durch seine rosa bis weiß gefärbten Randblüten sowie durch seine Größe. Er kann bis zu einem Meter in die Höhe wachsen. Sonnenhut gehört zu den Korbblütlern (Asteraceae) und blüht von Mai bis August.

 

Welche Pflanzenteile und Inhaltsstoffe werden verwendet?

 

Als pflanzliche Arznei dient beim schmalblättrigen Sonnenhut die Wurzel. In ihr kommen sogenannte Alkamide vor sowie ätherisches Öl und Kaffesäure-Abkömmlinge wie die Substanz Echinacosid. Beim Purpur-Sonnenhut wird das Kraut verwendet, also alle Pflanzenteile außer der Wurzel. Es enthält die gleichen Stoffgruppen wie der schmalblättrige Sonnenhut, jedoch in unterschiedlichen Mengen. Der blasse Sonnenhut kommt als Arzneipflanze seltener zum Einsatz, da in ihm die Alkamide fehlen. In seinen Wurzeln stecken unter anderem sogenannte Ketoalkene und Ketoalkenine. Sonst entsprechen die Inhaltsstoffe den anderen beiden Arten.

 

Was bewirken die Inhaltsstoffe? Wogegen hilft Sonnenhut?

 

Sonnenhut-Gewächse – insbesondere Echinacea purpurea sowie Echinacea angustifolia – sollen sich positiv auf das Immunsystemauswirken. In Laborversuchen konnten Wissenschaftler zeigen, dass die Alkamide mit Immunzellen wechselwirken. Auch die Kaffeesäure-Abkömmlinge scheinen eine Rolle zu spielen.

Allerdings haben Studien bisher zu keinen eindeutigen Ergebnissen geführt. Es ließ sich weder bestätigen, dass eine Erkältung deutlich milder und kürzer verläuft, wenn der Erkrankte Echinacea einnimmt. Noch, dass man mit Sonnenhut einem grippalen Infekt vorbeugen kann. Wenn überhaupt, kam es in den Studien nur zu leicht positiven Effekten.

Wer Echinacea als Immunstimulans einnehmen möchte – ob in Form von Tropfen oder Tabletten – sollte damit gleich bei den ersten Anzeichen einer Erkältung beginnen. Wer die Heilpflanze vorbeugend anwenden möchte, sollte das pflanzliche Arzneimittel nicht länger als acht Wochen einnehmen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder in der Apotheke beraten.

Darüber hinaus wird Echinacea in der Homöopathie eingesetzt – ebenfalls gegen Infekte

 

Wichtige Hinweise:

 

Wer auf Korbblütler allergisch reagiert, sollte Sonnenhut nicht anwenden.

Auch wenn die Wirkungen nicht bestätigt sind, raten Experten von Sonnenhut ab, wenn Menschen eine eingeschränkte Immunabwehr haben oder Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken.

 

Rühlemanns

Rühlemanns Kräuter und Duftpflanzen