Natürlich Natur
Natürlich Natur
Kornblume

Die Kornblume galt früher als Ackerunkraut und wurde als solches so erfolgreich bekämpft, dass sie fast ausgestorben ist. Daher steht sie inzwischen unter Naturschutz. Ihre leuchtend blauen Blüten trifft man heutzutage eher in Gärten als in Kornfeldern an, denn viele naturverbundende Gartenbesitzer haben sich ihrer angenommen, um ihr eine Chance zum Überleben zu geben. Die Bitter- und Gerbstoffe der Kornblume machen sie vor allem zu einer Heilpflanze gegen Probleme des Verdauungsapparates. Mit ihren adstringierenden Eigenschaften kann sie jedoch auch Hautprobleme lindern und gereizte Schleimhäute beruhigen, was gegen Husten und Mundschleimhautentzündungen helfen kann.

 

Haupt-Anwendungen: Augenkrankheiten,
Hautprobleme,
Verdauung,
Heilwirkung: adstringierend,
antirheumatisch,
appetitanregend,
blutreinigend,
entwässernd,
entzündungshemmend,
harntreibend,
hustenstillend,
schleimlösend,
tonisierend,
zusammenziehend,
Anwendungsbereiche: Akne,
Appetitlosigkeit,
Augenentzündung,
Bindehautentzündung,
Bittermittel,
Darmbeschwerden,
Fieber,
Galle,
Gelbsucht,
Genitalfluor,
Gicht,
Hornhautgeschwüre,
Husten,
Insektenstiche,
Juckreiz,
Kopfschmerzen,
Kopfschuppen,
Leberschwäche,
Magenbeschwerden,
Menstruationsbeschwerden,
Mundschleimhautentzündung,
Nierenschwäche,
Ödeme,
Quetschung,
Rheuma,
Spinnenbisse,
Stärkungsmittel,
Tonikum,
Verdauungsstörungen,
Verstopfung,
schlecht heilende Wunden,
wissenschaftlicher Name: Centaurea cyanus L., Cyanus arvensis, Cyanus segetum, Cyanus vulgaris
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Cornflower
volkstümlicher Name: Blauchrut, Blaumütze, Cyane, Hunger, Hungerblume, Kaiserblume, Kornbeißer, Kornblume, Kornfresser, Kornmutter, Kornnägeli, Kornnelke, Kreuzblume, Blaue Kronblume, Rockenblume, Roggenblume, Schanelke, Sichelblume, Sträpsen, Trämpsen, Tremisse, Zachariasblume, Ziegenbein
Verwendete Pflanzenteile: Blüten, Blütenköpfe, Blütenstand
Inhaltsstoffe: Anthocyane, Bitterstoffe, Blauer Farbstoff, Centaurocyanin, Flavonglykoside, Gerbstoff, Glykosid, Harz, Salizylsäure, Salze, Schleim, Succinylcanin, Wachs
Sammelzeit: Juni bis Oktober (geschützt!)
Kontraindikation: Schwangere, Stillende
Nebenwirkungen: Es gibt Menschen, die auf Korbblütler allergisch reagieren.

 

 

Anwendung: 

 

Tee: 

 

1 Esslöffel Blüten mit 250 ml heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Fördert den Appetit, stärkt die Verdauung, Galle und Leber. Getrunken wird eine Tasse vor den Mahlzeiten. Kornblumen-Blüten werden aber meistens nur anderen Teemischungen (z.B. Hustentees) beigegeben.

 

Umschläge:

 

Kompressen mit dem Tee helfen bei geschwollenen Augen.

 

Bäder:

Tee-Bäder helfen bei Hauterkrankungen und juckender Haut.

Zwei Fußbäder täglich helfen gegen Ödeme.

 

Gesichtswasser:

 

Ein Tee mit 3 Esslöffeln auf 250 ml Wasser kann als Gesichtswasser bei unreiner oder gereizter Haut eingesetzt werden.

 

Wein:

 

Blüten in Wein aufgekochen und abseihen. Hilft gegen Fieber, regt die inneren Organe an und eignet sich zur Mundspülung.

 

Blüten-Frischbrei:

 

Die frischen Blüten werden zu einem Brei zerquetscht, dieser Brei wird zur Heilung von Wunden und Geschwüren aufgetragen.

 

Blüten-Saft und -Brei:

 

Frischer saftiger Brei aus der Kornblume wird äusserlich gegen Schuppen und Kopfgrind eingesetzt.

 

Tinktur:

 

Die Kornblume ist Teil Tinktur aus blauen Blüten zur Konzentrationsstärkung und Vitalisierung.

 

Augentropfen:

 

1 Esslöffel in 250 ml Wasser geben 5-10 Minuten kochen, anschliessend noch 30 Minuten ziehen lassen und abfiltern. Hilft gegen entzündete Augen. Da selbstgemacht Augentropfen mit einigen Gefahren (Fremdkörper, Bakterien) verbunden sind, sollte man auf eine eigene Herstellung verzichten.

 

Salat:

 

Die frischen und jungen Blütenblätter in den Salat geben, ist nicht nur eine schöne essbare Dekoration, sondern fördert die Verdauung und ist leicht harntreibend.

 

Wie erkennt man die Kornblume: 

 

Die Kornblume ist im östlichen Mittelmeerraum heimisch, ist aber mittlerweile auf der ganzen Welt zu finden. Sie wächst bevorzugt auf Unkrautfluren, Schuttplätzen und an Getreidefeldern. Die einjährige bis zweijährige Pflanze wird zwischen 20 und 80 Zentimeter hoch. Der Stengel ist kantig. Der Stengel und Blätter sind weißgrau-filzig behaart. Die Blätter sind lanzettlich und wechselständig.

Die blauben Röhrenblüten/Körbchenblüten erscheinen zwischen Juni und Oktober und haben einen Durchmesser zwischen 15 und 50 mm. Aus den Blüten entwickeln sich im Herbst die Samen. 

 

Wann sammelt man die Kornblume: 

 

Da die Pflanze unter Naturschutz steht, darf sie nicht in der Nautur gesammelt werden.

Geerntet werden Blüten, die sich gerade erst geöffnet haben.

 

Blüten kann man zupfen, diese müssen schnell aber schonend getrocknet werden, damit die blaue Farbe erhalten bleibt. Gelingt nicht immer.

 

Man kann auch das Kraut mit den Blüten ernten und als Bündel an einem schattigen und luftigen Ort trocknen, so bleibt die blaue Farbe am sichersten erhalten. Nach dem Trocknen werden die Blüten gezupft oder Blütenkelch und Blütenboden entfernt.

 

Die getrockneten Blüten müssen dunkel gelagert werden, da Licht die getrockneten Blüten schnell ausbleicht.

 

 

Rühlemanns

Rühlemanns Kräuter und Duftpflanzen